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Biografie

Matrixx - F. Lea, R. Klauke, M. Moderegger, J. Sparbier, H.
Matrixx Live bei Band-Net Hamburg

Heiko Spiekers Leidenschaft für das Singen und Spielen zeigte sich bereits schon in jungen Jahren in Form von Schultheater, Schulchor und einer Musikgruppe.  Damals noch sesshaft in der Nähe von Schleswig, wurde er stark von der dortigen zu der Zeit noch gut entwickelten Kulturszene geprägt. So entstand ca. 1986 mit Benjamin Rekow, Christiane Belter und Jens Nielsen die erste Formation „the playing clowns“.


Obwohl die Mitglieder der Gruppe unterschiedlicher nicht hätten sein können, gelang es ihnen, all ihre persönlichen Eigenheiten, Songideen und ihren kreativen Freigeist immer wieder in der gemeinsamen Musik zu vereinen und daraus ein dynamisches Gefüge zu schaffen, welches bald auch die Aufmerksamkeit des ansässigen Publikums auf sich zog. 


Diese positive Erfahrung ,wenn zunächst im kleinen Stil, bestätigte Heiko nicht nur in seiner Freude an der Kunst, es manifestierte sich daraus auch der bis dahin eher als Traum gedachte Wunsch, mit seiner Musik auf einer „richtigen“ Bühne stehen zu wollen. 




Nicht viel später, 1987, ergab sich während seiner Ausbildung am UKE in Hamburg dann die erste Chance für Heiko, seine Pläne in die Tat umzusetzen.  Eine vorerst namenlose Band auf der Suche nach einem zweiten Sänger fand in dem jungen Freizeitmusiker nicht nur eine zusätzliche Stimme, sondern auch einen neuen Gitarristen und Songwriter. Dabei konzentrierte er sich allerdings im Gegensatz zu seinem Schreiberkollegen Hans Bauer auf deutschsprachige Texte. 


Neben den gängigen Rock-Covern spielten die mittlerweile unter dem Namen „the Commonsense“ bekannten Musiker auch eigene Songs. Sie boten damit eine gesunde Mischung, die das Publikum nicht bloß ansprach, sondern echte Begeisterung auslöste. Damit wuchsen aber auch die Egos und Interessenskonflikte in der Gruppe, weshalb Heiko die Band nach drei Jahren wieder verließ, um sich auf Soloprojekte zu konzentrieren. 

The Commonsense live 1988


Circa 1995 fand er dann durch Zufall erneut Musiker, die Lust auf neue, nicht alltägliche Musik hatten. Mit ihnen gründete er „Spieker“, seine erste reine Deutschrock Band.

Durch wechselnde Musiker bekam die Band nicht nur den neuen Namen „Matrixx“ , Mitglieder wie Malte Moderegger und später auch Falk Lea hoben das Potenzial der Gruppe auf ein Level, welches auch Plattenfirmen nicht verborgen blieb. Daraus resultierte ihr erstes, selbst produziertes Album „...und los!“


Musikalisch auf dem Höhenflug stand dann als nächstes die Teilnahme an einigen Bandwettbewerben wie dem „Band Net Hamburg“ auf dem Programm. Wenn auch ohne Sieg konnte die Gruppe kleinere Erfolge ihrer musikalischen Leistung bejubeln. Der Wunsch, als Berufsmusiker zu leben, erlosch jedoch nach und nach bei allen Beteiligten und neben der Wertschätzung eines sicheren Lebens wuchsen damit auch die Konflikte untereinander. Das Engagement in der Band minimierte sich, bis sich die Mitglieder 2002 endgültig trennten.


Bevor Heiko 2006 Hamburg verließ, produzierte er gemeinsam mit seinem ehemaligen Bandkollegen Malte in dessen eigenem Studio noch ein krachendes Rockalbum für den christlichen Künstler A.P. SOZO, wobei er sich um die Gesangsarrangements kümmerte und die zweiten Stimmen teilweise sogar selbst mit einsang. 

Die Resonanz des Publikums war positiv, eine zweite Produktion mit einer deutschen Band wurde allerdings nicht mehr vollendet. Zusätzlich wuchsen Spannungen zwischen Malte und Heiko, weswegen sie die Zusammenarbeit letztendlich beendeten. Heiko zog sich aus der Musik zurück und richtete sein Hauptaugenmerk nun auf seine zweite Leidenschaft, das Theater, die er für das letzte halbe Jahr in Hamburg auf der Lohbrügger Bühne zum Ausdruck bringen konnte.

Ferienpark Seehof
Langzeitbelichtung in Schwerin, Schlossplatz

2014 sollte in Schwerin ein Neunfang für Heiko werden - keine Bühne mehr, eine längere Auszeit und nur noch Musik für den eigenen Gebrauch. Wenig später trieb es ihn jedoch schon wieder zurück in die öffentlich-künstlerischen Gefilde und er schloss sich der inclusiven Theatergruppe „die Freiräumer“ unter Nadin Lipp an, welche er später auch zeitweise in der Leitung unterstütze. 


Überzeugt von seinen Fähigkeiten verschaffte Nadin ihm 2014 und 2015 die Möglichkeit, sein Wissen auch in Workshops beim „Landestheaterfestival der Dialoge“ weiterzugeben. Zusätzlich versuchte Heiko als Statist und Kleindarsteller beim Staatstheater zu landen. 


In der Vorweihnachtszeit von 2014 ging dann auch die Inszenierung eines Kindermusicals mit dem Kinderchor der Singakademie Schwerin unter der musikalischen Leitung von Ulrich Barthel in seine Verantwortung über. Es trug den Titel „Kwela, Kwela!“ und war sehr erfolgreich. 


Um in Sachen Schauspiel mehr Fuß zu fassen, nahm Heiko mehrere Statisten- und Kleindarstellerrollen in einigen Filmen und Serien an, der Sprung auf die nächste Ebene blieb allerdings aus.























Nach Schwerin zog es Heiko 2016 mehr in die ländliche Gegend, wo er sich in Seehof sein eigenes Studio mit dem passenden Namen „Seenstudio Seehof“ aufbaute. Dort wirkte er allerdings nicht mehr nur für sich selbst, sondern arbeitete auch mit anderen Künstlern verschiedener Genres zusammen.

Wie vielseitig er selbst als Künstler ist, bewies er wieder im Mai 2019, als er zum ersten Mal in Kontakt mit dem Piraten Action OpenAir Theater Grevesmühlen trat und dort neben seiner Kleindarstellerrolle auch den ersten Song beisteuerte. Außerdem wurde er Ende des Jahres unter der Leitung von Ray Kupper Mitglied der Mecklenburger Bühne.

Seenstudio Seehof Logo
 
Titelbild Seehof Session

Als dann Anfang 2020 Corona das alltägliche Leben komplett über den Haufen warf, wurde auch Heiko vor einige Herausforderungen gestellt. Wo am Anfang noch eine wachsende Zusammenarbeit mit dem Piraten OpenAir in Form einer lang ersehnten größeren Rolle und ein paar weiteren Songs stand, befand sich die gesamte Spielsaison nun in unsicheren Gewässern. Auch Kooperationen mit Einzelkünstlern wurden durch den kulturellen Stillstand in der Pandemie deutlich erschwert.


Davon allerdings in keinster Weise entmutigt, widmete sich Heiko wieder mehr seiner eigenen Musik und knüpfte unter dem Aspekt auch alte Bande zu seinem ehemaligen Bandkollegen und mittlerweile relativ erfolgreichen Studiogitarristen, Arrangeur und Produzenten Malte Moderreger neu.


Mit dem Gedanken an neue Solidarität und Zusammenhalt hob eine Impro-Theatergruppe aus Innsbruck zur selben Zeit die „Kulturquarantäne“ aus der Taufe. Unter dem Motto „Wir sind Kultur und wir sind viele!“ brachte die Gruppe über die sozialen Medien und andere Kanäle wie Youtube Musiker, Autoren, Schauspieler und Kleinkünstler live in die Wohnzimmer der Kunstbegeisterten. 


Von der Ursprungsidee überzeugt und begeistert, wurde Heiko von Anfang an Teil des Programms und streamte selbst immer wieder kleine Konzerte direkt aus seinem Studio. 


Filmplakat "Mind"
Piraten OpenAir 2021

Von seiner Kooperation mit „Kulturquarantäne“ inspiriert, beschloss Heiko im weiteren Verlauf des Jahres, sein künstlerisches Schaffen wieder mehr in die Öffentlichkeit zu rücken. Den Anfang machte die Kindergeschichte „Cäpt’n Buntbart und der vergessene Schatz“, welche dem Kultursommer des Kellertheaters Innsbruck als Vorlage für eine szenische Lesung diente. 

Bald darauf entdeckte er neben der Vorbereitung auf die nächste Saison beim Piraten-OpenAir die sozialen Medien verstärkt für sich, um seine kreativen Ideen und Gedankengänge zu teilen und sich mit anderen Künstlern aktiv zu vernetzen.


So startete Heiko 2021 mit einer vollkommen neuen Onlinepräsenz, die die Grundlage für seine nächsten Projekte vor dem Start seines Hauptrollendebüts am Piraten OpenAir als „Captain Roberts“ bildete. 

Wärend nun auch gleichzeitig die gesamte Theatermusik in seinen Verantwortungsbereich fiel, gewährte er mit Akustik-Sessions und ein paar aufwendigeren Musikvideos Einblicke in seinen privaten Horizont und verknüfte damit seine musikalische Vergangenheit mit neuen Einflüssen und aktuellen Themen.

Außerdem nahm er zusammen mit Freunden und Kollegen am hauseigenen Kurzfilmfestval des Piraten OpenAir teil. „Mind“ holte zwar nicht den Sieg, überzeugte aber das filmerfahrene Publikum durch seinen Roadmovie-Charakter und die eigens dafür komponierte Filmmusik.

Behind the Scenes von "Mind"